Dienstag - Mai - 15.05.2018 - 21:19 Uhr
» Segelfluglager 2018 in Timmersdorf
Auf mehrfach geäußerten Wunsch werden wir heuer wieder versuchen, halbwegs zeitnahe Tagesberichte vom Segelfluglager abzuliefern. Das „wir“ ist ernsthaft gemeint, weil es erstmalig eine Gemeinschaftsarbeit werden soll. Werner und Alex haben sich bereit erklärt, den Großteil der Texte zu schreiben. Die Fotos haben wir sowieso schon immer aus allen Kameras gesaugt. Ich sammle alles zusammen, korrigiere vielleicht noch etwas den Text und stelle es auf diese Homepage.
Mal sehen, was dabei rauskommt, wenn verschiedene Schreiberlinge mit unterschiedenen Schreibstilen etwas Gemeinsames versuchen …

Donnerstag, 10. Mai 2018 - Anreisetag
Unser diesjähriges Segelfluglager beginnt.
Franz B., Reiner G. und ich (Werner) treffen fast zur gleichen Zeit in LOAU ein, um unsere Segelflugzeuge abzuholen und nach Timmersdorf(LOGT) zu bringen. Nur Erich C., der traditionell die KUB überstellt, ist etwas ratlos, weil Christoph St. unsere KUB schon am Sonntag nach Timmersdorf geflogen hat.
Nach einer problemlosen Anreise treffen Reiner mit dem 5226, Franz B. mit dem 5382, Erich und ich mit dem 5578 gegen Mittag in Timmersdorf ein.
Franz N. und Pepi R. haben schon am Mittwoch ihre Wohnmobile nach Timmersdorf gebracht. Auch Günter’s und Sepp’s rollende Domizile sind bei unserer Ankunft schon am Flugplatz bezugsfertig.


Am Nachmittag helfen Günter, Pepi, Cozo, Franz & Franz und Sepp tatkräftig den Timmersdorfer Warten Karl und Peter bei der Wartung unserer KUB.

Das Bild mit der Matratze täuscht, da wird wirklich gearbeitet.

Da die Wettervorhersage nichts Gutes prophezeit, bleiben unsere Segelflugzeuge noch in den Anhängern. Traditionsgemäß beginnen wir das Segelfluglager mit einem Abendessen beim Kroaten in Kammern.


Freitag, 11. Mail 2018
Die Wettervorhersage verheißt nichts Gutes. Ans Aufrüsten und Segelfliegen ist nicht zu denken, also heute kein Flugbetrieb.
Daher beschließen Franz B., Erich, Reiner und ich den Aufstieg zur Weiglmaor-Alm.
Warum Erich diesmal keinen neuen Rekord beim Aufstieg angestrebt hat ist uns ein Rätsel. Nur die Drohung von Reiner eine Runde ALKOHLFREIES Bier zu zahlen wenn Reiner vor Erich auf der Hütte eintrifft, hat Erich zu einem unglaublichen Endspurt getrieben (das alkoholfreie Bier ist ihm Gott sei Dank erspart geblieben).

Beim Abstieg ist mir (Werner) leider ein schmerzhafter Fehltritt passiert – Knöchel verstaucht.
Vielen Dank an Franz, Reiner und Erich für die Unterstützung beim Rückmarsch.

Abendessen und Tagesausklang in der „Schmied’n“:


Samstag, 12. Mai 2018
Am Vormittag über Timmersdorf endlich fliegbares Wetter. Elisabeth und Günter nützen die Bedingungen für einen Flug mit dem Timmersdorfer Falken (OE9449).

Reiner, meine Wenigkeit und Franz N. absolvieren ebenfalls unsere Checkflüge auf dem OE9449 (mit dem „“arabischen Aufwinden“ = künstlicher Auftrieb durch erdölderivatgetriebenen technischen Antrieb wie Reiner zu sagen pflegte).
Anschließend fliegt Elisabeth mit Günter noch ein paar Platzrunden.
Danke Günter für deine Ausdauer den Vormittag im Falken zu verbringen (ja der Günter hat ein hartes Sitzfleisch).


Die interessierten Beobachter des Geschehens auf dem Flugplatz

Franz B. und Pepi nützen die Chance um eine Erkundungsrunde mit der KUB zu Leopoldsteinersee und über die Weiglmoar-Alm zu machen.

Zum letzten Foto: Da kann man nix dagegen sagen, effektive Rasenpflege auf dem Flugplatz Timmersdorf - BRAVO

Nach dem Mittagessen fahren Franz B. und Pepi zurück nach Wien.

In der Zwischenzeit ertüchtigen Erich und Sepp ihre Kondition wieder bei einem Besuch bei Gerlinde und Günter auf der Weiglmaoralm.

Beim Abstieg lässt sich Erich von seinem eigenen Gewicht überholen, was zu einer perfekten „Bugradlandung“, besser bekannt als Bauchladung, führt. Aufgrund seiner guten Landeigenschaften bleibt er nahezu unverletzt (leider gibt es davon keine Fotos).

Da wir wie immer „Saft“ für unsere KUB brauchen, fahren Reiner und ich am Nachmittag nach LOGK zum Tanken (leider bei strömenden Regen).

Nach der Rückkehr von LOGK gibt’s noch beim obligatorischen Besuch in der Eisdiele in St. Michael ein herrliches Eis.

Sonntag, 13. Mai 2018
Am Morgen schaut’s noch etwas trüb her und die Basis ist noch recht niedrig. Trotzdem beschließen wir den TWIN aufzurüsten. Unter der Leitung von Günter wird der TWIN von Elisabeth, Franz N., Erich, Sepp, Reiner und mir flugfertig gemacht. Gleichzeitig hat auch Sepp seinen OE5712 aufgerüstet.


Da der Wetterbericht Gott sei Dank nicht das hält, was er verspicht, starten Sepp ist mit seiner SDZ55 und Franz N. im TWIN.
Elisabeth und Günter nutzen den freien Falken und dringen in den Zeltweger Luftraum ein (natürlich mit militärischer Genehmigung).
Nach der Landung von Franz starten Reiner (PIC) und ich nochmals mit den Twin. Danach gibt es noch einen weiteren TWIN-Start mit Reiner als „Fluggast“ und mir als „PIC“.
Erich ist mit der KUB unser Schlepppilot.


Nach einer Stärkung mit gutem Gefrorenem verabschieden sich Elisabeth und Günter und fahren wieder nach Hause.

Franz N. plagt ein Riesenhunger und Sepp, Erich und Franz beschließen nach Traboch zu Vitaminaufnahme zu fahren (sorry, nur Franz fährt mit seinem „Fuel to Noise Converter“, auch bekannt als Harley Davidson, nach Traboch, Sepp und Erich wandern perpedes).

Später fahren Reiner und ich auch noch auf einen Absacker nach Traboch.

Montag, 14. Mai 2018
Tiefe Wolken und Regen, Regen, Regen, …..
Der TWIN und die anderen Segelflugzeuge bleiben daher noch eingepackt.


Hawi ist diese Woche unser Betriebsleiter. Auch Günter R. wird uns diese Woche als Timmersdorfer Schlepppilot Gesellschaft leisten.
Sepp hat sich sein Wohnmobil unter den H… geklemmt und ist auch Richtung Heimat abgerauscht - Termine, Termine, …
Franz ist auch kaum außerhalb seines Wohnmobils zu sehen. Ob er die meiste Zeit verschläft war nicht festzustellen.
Erich, Reiner und Ich besuchen zwecks Befriedigung unserer Magennerven die Autostation Kammern. Die Speisen und das Eis sind dort zwar nicht billig aber sehr schmackhaft.
Am späten Nachmittag kehrt Pepi wieder von seinem Heimaturlaub zurück.

Dienstag, 15. Mai 2018
Keine Wetteränderung. Regen und tiefe Wolken:


Da sitzt ein frustrierterSchlepppilot der gerne fliegen würde ….
Anstatt zu fliegen gibt’s halt „Trockentraining“


Wenn da das Wetter „schiach“ ist, ist es da am Schönsten „schiach“
Franz schwimmt heute auf der „kulturellen“ Welle und wir, Franz, Pepi, Erich, Reiner und ich, besuchen am späten Vormittag die Burg STRECHAU bei Rottenmann. Eine sehr schöne Burg aus dem 13./14. Jahrhundert. Gut restauriert und im Privatbesitz einer Wiener Rechtsanwalts.


Sehr sehenswert ist auch die Sammlung von Automobilen, welche im vorigen Jahrhundert bei Steyr entwickelt und gebaut wurden:


Wer erkennt den Fehler auf den nächsten Foto?


… und noch ein Blick in den Weinkeller:


Nach der Burgführung fahren wir nach Trautenfels, ganz in der Nähe des Flugplatzes LOGO zum Fischessen. Ob geräucherten Saibling, St. Petersfisch oder Forelle nach Art des Chefs, einfach köstlich und zur Wiederholung vorgemerkt.


Wie aus den Bildern ersichtlich, ist heute wegen der tiefen Wolken das Fliegen nicht einmal in Ameisenkniehöhe möglich. Schade, aber es kann nur besser werden.

Unsere Freunde, Günter und Hawi waren aber in Timmersdorf auch nicht untätig und haben ENDLICH die schon lange notwendige Verbesserung der Technik im Vereinsheim installiert.

Wir hoffen, dass diese Installationen endlich den gewünschten Erfolg zeigen !

Mittwoch, 16. Mai 2018
Wettertechnisch keine wesentliche Änderung. Um 06:30 Uhr Temperatur 11°C, Tiefliegende Basis, zeitweise Regen, wir verzichten daher gezwungenermaßen auf Flugbetrieb.
Stattdessen fahren Erich und ich am Vormittag mit dem Zug nach Liezen um sein gestern erworbenes Haustier, eine „tote“ Maus, zurückzubringen. Da haben alle Wiederbelebungsversuche mit neuen Batterien auch nichts genützt .


Am späten Nachmittag nützen Reiner, Erich und ich die Schlechtwetterzeit zu einer Alternativsportart – KART-FAHREN in Zeltweg. Da die Kartbahn um 16:30 Uhr überraschenderweise uns alleine gehört, können wir unser eigenes „Rennen“ fahren. Erich war um eine halbe Sekunde schneller und hat verdient den Sieg eingefahren.

Startnummer 7: Reiner Startnummer 13: Werner Startnummer14: Erich

Bei der Heimfahrt konnten wir Pepi und Franz, trotz eines selbst auferlegten Fasttages, noch überreden zum Abendessen nach Schardorf mitzukommen.


Rudi F. ist am Abend auch am Flugplatz in Timmersdorf eingetroffen. Binnen kurzer Zeit war am „Hauptplatz“ (Campingplatz des Flugplatzes) sein Wohnmobil eingeparkt und eingerichtet. Beim Wasserbunkern hat ein kleinerer Frostschaden zu einer größeren Überschwemmung in seinem Wohnmobil geführt. Gut, dass Rudi eh Klemptner-Meister und ein begnadeter Röhrlbieger ist ...


Franz hat dann noch sein eigenes Segelflugzeug hervorgeholt und unter tatkräftiger Beteiligung und Aufsicht unseres Betriebsleiters in die Luft gebracht.


Donnerstag, 17. Mai 2018
Das Wetter, na ja durchwachsen wie die Tage davor. Am Vormittag ca. 12°,7-8/8 bewölkt. Aber es gibt doch Flugbewegungen wie die Bilder unten beweisen:

Danke Alex S. für die Bilder

Vormittags kein Flugbetrieb ist aber heute nicht so störend, denn Franz hat traditionell unseren Besuch am Pogusch organisiert. Diesmal nicht erst am späten Nachmittag sondern schon mittags. Bei der Überlegung erst doch noch fliegen zu wollen, wirkt er etwas unentspannt und unrund.


Da lacht die Begeisterung aus den Gesichtern

Ausser unserem Betriebsleiter HAWI (hat als BL eh nix zu tun) begleiten uns von den Timmers-dorfer Fliegern noch Patrick S. mit Freundin, Thomas W. und Clemens W.


Da Essen ist wie immer vorzüglich, da gibt’s nicht viel zu meckern. Besonderes Blickfang waren die T-Bone-Steaks, jedes ca. 1,2 bis 1,4 kg (siehe Fotos). Die der Chef des Hauses fachgerecht filetiert hat.


Da das Wetter am Nachmittag doch noch etwas aufreißt, beschließen Reiner und ich kurzerhand dem Timmersdorfer Falken etwas frische Luft zu gönnen. Günter R. ist so nett und fliegt uns den Falken schon mal warm.
Reiner (PIC) fliegt die Runde Richtung LOGK (Kapfenberg), leider meldet sich am Funk niemand sodass eine Landung nicht möglich ist. Ich nutze die Zeit für ein paar Fotos. Nach einem kurzen Zwischenstopp in LOGT zum Pilotenwechsel fliege ich mit Reiner noch eine Runde Richtung Schoberpass.


Fast unerwartet kommt Sepp von seinem Heimaturlaub wieder zurück nach Timmersdorf wodurch sich die Teilnehmerzahl der „Stockis“ auf sieben erhöht hat.

Am Abend lassen wir den Tag im „Gemeindezelt“ bei einem Gläschen Rotwein ausklingen.

Freitag, 18. Mai 2018
Das Wetter bleibt unverändert unbeständig. Es wird zwar am Nachmittag etwas windig aber der Regen bleibt aus.
Nach kurzer Ratlosigkeit beschließen Erich, Sepp und Rudi gegen Mittag ihr Standardantiflugwetterprogramm – die obligatorische Wanderung zur Weiglmoaralm.


Pepi nützt die Zeit für etwas Computerarbeit und für die gesetzlich vorgeschriebene Gasprüfung seines Wohnmobils durch Rudi, unseren konzessionierten Installateurmeister, der mit detektivischen Spürsinn (und einer Fahrrad-Luftpumpe) auch promt eine winzige Undichtheit in der Gasleitung findet. Nix wirklich dramatisches, aber es macht schon Sinn, dass ein Fachmann gelegentlich drüberschaut.

Unser Betriebsleiter HAWI vertreibt sich sie Zeit mit Kochen und bereitet eine vorzügliche Mahlzeit für sich und Günter R., Reiner und ich waren eingeladen auch daran teilzunehmen. Man glaubt‘s nicht, aber kochen kann er. Danke HAWI, hat sehr gut gemundet.


Reiner relaxt im Freien, Franz N. hält seinen Schönheitsschlaf in seinem Wohnmobil (leider kein Bild verfügbar).

Um den Nachmittag nicht ganz tatenlos verstreiche zu lassen fahren Reiner und ich zur nahegelegenen Autobahnraststation auf ein Eis. Anschließend machen wir noch eine Erkundungstour auf die nahegelegenen Hügel um einen neuen Standort für das OGN (Open Glider Network) zu finden. Günter R. begleitet uns mit der DTI in der Luft.

Da Erich am Wochenende einen privaten Termin in NÖ hat und er mit dem Railjet (ist kein Flugzeug) nach Wien zurückkehrt, bringe ich ihn am frühen Abend nach Bruck/Mur.
Bei einem späten Imbiss in der Schmied’n, da beginnt es leicht zu regnen, endet der 9. Tag des Segelfluglagers.

PS: Als Beweis, dass Erich doch noch Wien erreicht hat, hat er zu später Stunde ein Bild vom Wiener Hauptbahnhof geschickt.


PPS vom Administrator dieses Artikels: Unmittelbar nach Erich's Abreise entwickelt sich völlig unbekannte und ziemlich irritierende Ruhe am Timmersdorfer Flugplatz - die genauen Zusammenhänge müssen aber noch erforscht werden. Jetzt sorgt nur noch Hawi dafür, dass die Ruhe nicht gänzlich unerträgliche Maße annimmt.

Fortsetzung folgt ...




» Druckversion zeigen
» von Josef Reithofer